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Drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte

Torero - Fueling a sustainable future

Das Horizon 2020-Projekt TORERO (gestartet im Mai 2017) wurde von der Europäischen Kommission finanziell unterstützt, um ein kosten-, ressourcen- und energieeffizientes Technologiekonzept für die Produktion von Bioethanol aus einem vollständig integrierten Holzabfallrohstoff in einem funktionierenden Stahlwerk in folgender Form zu demonstrieren: • Holzabfälle werden durch Torrefizierung in Biokohle umgewandelt • Biocoal ersetzt fossile Kohlepulver in einem Stahlwerks-Hochofen • Kohlenmonoxid in Hochofenabgasen wird mikrobiell zu Bioethanol fermentiert • Material- und Energieschleifen des Prozesses sind zu einem großen Teil geschlossen.

Jedes Stahlwerk, das dieses Konzept umsetzt, wird pro Jahr mindestens 80 Millionen Liter Bioethanol produzieren können. Dieses Projekt schafft eine Wertschöpfungskette für Holzabfälle, für die es derzeit keine attraktiven Anwendungen gibt. Das Torero-Projekt soll ein wettbewerbsfähiges Verfahren für die Bioethanol-Produktion von Non-Food-Rohstoffen aufzeigen. Verglichen mit der derzeitigen Produktion auf der Basis von Zellulose-Bioethanol ist die Torero-Innovation um einiges effizienter. Torero und das Schwesterprojekt Steelanol sind die einzigen H2020-Projekte, die einen Produktionsprozess für Biokraftstoffe demonstrieren, der in eine bestehende, voll funktionsfähige industrielle Großanlage integriert ist. Alle anderen H2020-Lösungen müssen neu gebaut werden, wenn sie jemals den vollen industriellen Maßstab erreichen. Torero ist eine Zusatztechnologie, mit der bestehende Anlagen des Stahlsektors aufgerüstet werden können – eine Branche, die aktiv nach technologischen Lösungen sucht, um ihre Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten. Das Konsortium besteht aus der gesamten Wertschöpfungskette, der Industriebetriebe ArcelorMittal und Van Gansewinkel, den beiden Expertenforschungsorganisationen Joanneum Research und der Chalmers Technical University und dem Torrefizierungstechnologie-Anbieter Torr-Coal. Die Universität Graz (Abteilung für Soziologie) übernimmt Disseminationsarbeiten und arbeitet an der Social Impact Studie.

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GeldgeberIn: EU (Europäische Kommission)

Laufzeit: 01.06.2018 – 30.04.2020

Projektleiter: Markus Hadler

Das neue Österreichische Sozialwissenschaftliche Datenarchiv (AuSSDA)

Nach der Schließung des Wiener Instituts für sozialwissenschaftliche Dokumentation und Methodik (WISDOM) wurden im vergangenen Jahr (2015) Vertreter der Universitäten Wien, Graz und Linz vom österreichischen Wissenschaftsministerium eingeladen, ein Konzept für eine neue Infrastruktureinrichtung für die Sozialwissenschaften in Österreich zu entwickeln, die folgende Aufgaben erfüllen soll: a) In Kooperation mit dem Europäischen Konsortium sozialwissenschaftlicher Datenarchive (CESSDA) sollen Datensätze von Studien, die an österreichischen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durchgeführt wurden, aufbereitet, archiviert, in Forschungsdatenbanken integriert und der scientific community als open data zur Verfügung gestellt werden.  b)  Die Einrichtung dient als Plattform für Kooperationen und wissenschaftlichen Austausch zwischen den Forschungsteams, die nationale Trendstudien (Österreichische Nationale Wahlstudie, Sozialer Survey Österreich) und internationale Surveyprogramme (EVS, ESS, ISSP, SHARE) in Österreich durchführen. c) Durch Methodenforschung und durch Weiterbildungsangebote sollen die Qualität der Forschung und die methodischen Kompetenzen von SozialwissenschaftlerInnen, insbesondere von NachwuchswissenschaftlerInnen in Österreich verbessert werden.

Das Datenarchiv wird an der Universität Wien eingerichtet. Zwei externe wissenschaftliche Mitarbeiter sollen den Aufbau des Archivs an den Standorten Graz und Linz unterstützen. Die Aktivitäten in Graz sind am Center for Social Research angesiedelt. Mittelfristig werden sich diese Aktivitäten auf die kontinuierliche Durchführung und Archivierung des International Social Survey Programme in Verbindung mit dem Sozialen Survey Österreich konzentrieren. 

Das Datenarchiv wird mit Jahresbeginn 2017 seinen Betrieb aufnehmen. Die Arbeiten werden vorläufig in Form eines vom Wissenschaftsministerium geförderten dreijährigen Projekts abgewickelt.

Fördergeber: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Fördersumme für Standort Graz: 105.000 €

Laufzeit: 2017-2019

Projektteam am Center for Social Research: Franz Höllinger, Johanna Muckenhuber 

Sozialer Survey Österreich (SSÖ) 2016

Nationale Bevölkerungsumfragen, die in bestimmten Zeitintervallen repliziert werden, sind in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Instrument zur Untersuchung des Wandels von Verhaltensweisen und Wertorientierungen in zentralen Lebensbereichen (Arbeit, Familie, Freizeit, Politik u.dgl.) geworden. In Österreich wurde diese Art der Forschung auf Initiative von Max Haller 1986 als Kooperationsprojekt der Soziologieinstitute in Graz, Linz und Wien in Form des Sozialen Survey Österreich begonnen. Die zweite und dritte Erhebungswelle fanden in den Jahren 1993 und 2003 statt. Aufgrund von Finanzierungsproblemen konnte die für 2013 geplante Fortführung des Projekts erst heuer (2016) realisiert werden.

An der Konzeption und Durchführung des SSÖ 2016 sind wiederum die Universitäten Graz, Linz und Wien beteiligt. Der Survey besteht aus drei Teilbereichen: (1) Im Hauptteil werden bereits früher erhobene Items zu den Themen Familie und Geschlechterrollen, Arbeit, Freizeit, politische Einstellungen u.dgl. repliziert. Mit diesen Daten kann der Verhaltens- und Wertewandel über die vergangenen 30 Jahre hinweg analysiert werden. Neu ist das Thema Wertorientierungen (Schwartz-Werte-Skala) und Vermittlung von Werten. (2) Der Fragebogen enthält zudem zwei Fragebogenmodule des International Social Suvey Programme (ISSP) zu den Themen „Arbeit“ und „Bürgerbeteiligung und Einstellungen zum Staat“; diese Daten werden in einen internationalen Datensatz integriert und ermöglichen den Vergleich mit ca. 50 Ländern aus allen Kontinenten. (3) Eine Zusatzerhebung zum Thema „Migration“ untersucht die Lebenssituation von 600 Personen mit türkischem bzw. ex-jugoslawischen Migrationshintergrund und vergleicht dieses Sample mit dem Sample der (österreichischen) Hauptbefragung.

Fördergeber: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Fördersumme: ca. 300.000 €

Laufzeit: 2016-2017

Projektteam am Institut für Soziologie in Graz: Max Haller (Prof. em.), Franz Höllinger, Johanna Muckenhuber

Perspektiven für bäuerliche Familien in Österreich

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2013-2016

Projektteam: Franz Höllinger (Leitung), Eva-Maria Griesbacher, Bernd Promitzer, Maria Maierhofer, Katharina Thünauer

unterstützt von Sabine Haring und Anja Eder

mehr Informationen zum Forschungsprojekt

Wahrnehmung und Bewertung der sozialen Ungleichheit. Österreich im internationalen Vergleich

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2010-2011

Projektteam: Max Haller (Leitung), Bernadette Müller

Freizeit und Sport im internationalen Vergleich

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2010-2011

Projektteam: Max Haller (Leitung), Bernadette Müller

Verbreitung und Bedeutung der New Age-Spiritualität in Österreich

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2007-2010

Projektteam: Franz Höllinger (Leitung), Thomas Tripold, Gabriele Diesel, Michael Longhino

Sozialstruktur Österreichs im Wandel

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2007-2008

Projektleitung: Max Haller

Nationale Identität und Staatsbürgerschaft

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2004-2006

Projektteam: Max Haller (Leitung); Bernadette Müller; Regina Ressler.

Kontakt

Institut für Soziologie
Universitätsstraße 15/G4 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 3550
Fax:+43 (0)316 380 - 9515

Web:http://soziologie.uni-graz.at

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