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Laufende größere Forschungsprojekte

COVID-19 Data Fast Track Publishing

Angesichts der globalen Pandemie teilen Forschende auf der ganzen Welt ihre Erhebungsdaten mit Kolleg*innen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Forschung konzentriert sich auch auf die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Seit Beginn der Krise wurden in Österreich zahlreiche sozialwissenschaftliche Daten erhoben, die sich sowohl mit der Verbreitung des Virus als auch mit den sozialen Folgen befassen. Um diese hochaktuellen Daten möglichst zeitnah der wissenschaftlichen Community zur Verfügung zu stellen, hat AUSSDA mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) das Projekt COVID-19 Data Fast Track Publishing gestartet. Damit können COVID-19-Daten bei AUSSDA im Schnellverfahren verfügbar gemacht werden.

Das Projekt wird vom AUSSDA-Standort der Universität Graz, das am Institut für Soziologie angesiedelt ist, koordiniert und durchgeführt.

Auftraggeber: BMBWF

Gesamtbudget: 55.000 EUR

Dauer: 07/2020–03/2021

Link: COVID-19 Dataverse

Projektteam: Otto Bodi-Fernandez, Manfred Herzog, Lorenz Makula

 

Polarization in public opinion: Combining social surveys and big data analyses of Twitter

Dieses interdisziplinäre Forschungsprojekt entspringt der Kooperation Route 63 zwischen der Karl-Franzens-Universität Graz und der Technischen Universität Graz und wird von den Instituten für Soziologie (KFU) und Interactive Systems and Data Science (TUG) gemeinsam betrieben. Im Zentrum steht die Analyse der Polarisierung der öffentlichen Meinung zu diversen Themen. Aktuell wird diese hinsichtlich der COVID-19 Pandemie und der Klimakrise untersucht, mit besonderem Fokus auf die Akzeptanz von politischen Maßnahmen, generelle Besorgnis in der Bevölkerung und die Einstellung zum Ursprung des Virus bzw. Gründe für Klimaveränderungen. Dabei wird eine innovative Daten- und Methodenkombination eingesetzt: zum einen werden Daten mithilfe klassischer sozialwissenschaftlicher Umfragen erhoben und statistisch ausgewertet. Zum anderen werden Twitter-Analysen der öffentlichen Tweets der Umfrage-Teilnehmer*innen sowohl aus einer qualitativen sozialwissenschaftlichen Perspektive als auch der Computer Science Perspektive durchgeführt.

Fördergeber: Karl-Franzens-Universität Graz & Technische Universität Graz

Laufzeit: 01.06.2020–31.05.2024

Projektleitung: Markus Hadler (Institut für Soziologie, Uni Graz) und Elisabeth Lex (Institute of Interactive Systems and Data Science, TU Graz)

 

Digitize! Computational Social Sciences in der digitalen und sozialen Transformation

Verschiedene Prozesse der Digitalisierung berühren sämtliche Bereiche der Gesellschaft. Für die Sozialwissenschaften bringen diese Veränderungen die Notwendigkeit mit sich, Instrumentarien und Praktiken aus dem Papierzeitalter neu zu denken. Die Weiterentwicklung digitaler Datenerhebungs- und Analyseverfahren zur Analyse, Reflexion und Gestaltung gesellschaftlicher und politischer Transformationsprozesse steht daher im Mittelpunkt der Zukunftsausrichtung sozialwissenschaftlicher Hochschullehre und Forschung. Neue digitale Datenformate erfordern die Etablierung neuer forschungsethischer und datenschutzrechtlicher Standards, wobei zwischen systemischen und individuellen Nutzen einerseits und Risiken andererseits abgewogen werden muss. Im Zentrum des Projektes steht eine ganzheitliche, juristisch und ethisch fundierte, reflektierte Nutzbarmachung von digitalen Forschungsdaten und Analyseverfahren durch und für die Sozialwissenschaften, die den unterschiedlichen Fachkulturen gerecht wird.

Fördergeber: Wissenschaftsministerium

Laufzeit 2020–2023, gemeinsam mit den Universitäten Wien, Linz und Salzburg

Leitung des Standortes Graz: Markus Hadler und Franz Höllinger

 

Die Messung C02 relevanter Umweltverhalten und anderer Umwelteinstellungen mittels Umfragen

Österreich hat sich im Pariser Klimaabkommen dazu verpflichtet, die Treibhausgas-Emissionen in den nächsten Jahrzehnten dramatisch zu senken. Aktuell werden in der Forschung solche Emissionen vorwiegend auf nationaler Ebene erfasst und auf Grundlage von Durchschnittswerten pro Kopf diskutiert. Eine solche Näherung erlaubt keine zuverlässigen Aussagen über die Rolle verschiedener sozialer Gruppen in Bezug auf Klimawandel und Emissionsbilanz. Bestehende Erhebungen von Umweltverhalten erlauben andererseits zwar Aussagen über den Zusammenhang von Verhalten, Einstellungen und der Bereitschaft zu Veränderungen, wurden aber nicht für das treibhausgasrelevante Verhalten der Bevölkerung entwickelt. Dieses Projekt will diese Lücke schließen, das CO2- relevante Verhalten der österreichischen Bevölkerung erheben, die Einflussfaktoren auf die verschiedenen Verhalten testen und so zur Erreichung des Paris Zieles beitragen.

Fördergeber: Österreichische Nationalbank

Laufzeit 2019–2021

Leitung: Markus Hadler

 

Torero - Fueling a sustainable future

Das Horizon 2020-Projekt TORERO (gestartet im Mai 2017) wurde von der Europäischen Kommission finanziell unterstützt, um ein kosten-, ressourcen- und energieeffizientes Technologiekonzept für die Produktion von Bioethanol aus einem vollständig integrierten Holzabfallrohstoff in einem funktionierenden Stahlwerk in folgender Form zu demonstrieren: • Holzabfälle werden durch Torrefizierung in Biokohle umgewandelt • Biocoal ersetzt fossile Kohlepulver in einem Stahlwerks-Hochofen • Kohlenmonoxid in Hochofenabgasen wird mikrobiell zu Bioethanol fermentiert • Material- und Energieschleifen des Prozesses sind zu einem großen Teil geschlossen.

Jedes Stahlwerk, das dieses Konzept umsetzt, wird pro Jahr mindestens 80 Millionen Liter Bioethanol produzieren können. Dieses Projekt schafft eine Wertschöpfungskette für Holzabfälle, für die es derzeit keine attraktiven Anwendungen gibt. Das Torero-Projekt soll ein wettbewerbsfähiges Verfahren für die Bioethanol-Produktion von Non-Food-Rohstoffen aufzeigen. Verglichen mit der derzeitigen Produktion auf der Basis von Zellulose-Bioethanol ist die Torero-Innovation um einiges effizienter. Torero und das Schwesterprojekt Steelanol sind die einzigen H2020-Projekte, die einen Produktionsprozess für Biokraftstoffe demonstrieren, der in eine bestehende, voll funktionsfähige industrielle Großanlage integriert ist. Alle anderen H2020-Lösungen müssen neu gebaut werden, wenn sie jemals den vollen industriellen Maßstab erreichen. Torero ist eine Zusatztechnologie, mit der bestehende Anlagen des Stahlsektors aufgerüstet werden können – eine Branche, die aktiv nach technologischen Lösungen sucht, um ihre Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten. Das Konsortium besteht aus der gesamten Wertschöpfungskette, der Industriebetriebe ArcelorMittal und Van Gansewinkel, den beiden Expertenforschungsorganisationen Joanneum Research und der Chalmers Technical University und dem Torrefizierungstechnologie-Anbieter Torr-Coal. Die Universität Graz (Abteilung für Soziologie) übernimmt Disseminationsarbeiten und arbeitet an der Social Impact Studie.

Link

GeldgeberIn: EU (Europäische Kommission)

Laufzeit: 2019–2022

Projektleitung für Standort Universität Graz: Markus Hadler

 

SoWiDat (Sozialwissenschaftliche Dateninfrastruktur) - Österreich

SoWiDat-Österreich ist ein Kooperationsprojekt der Soziologieinstitute der Universitäten Graz (Lead), Linz, Salzburg und Wien zur Erhebung und Nutzung von Daten der gesellschaftlichen Dauerbeobachtung in Österreich. Ziele des Projekts sind die Konzeption und Durchführung des Sozialen Survey Österreich (SSÖ) in Verbindung mit dem International Social Survey Programme (ISSP), die Archivierung der Daten im Österreichischen Sozialwissenschaftlichen Datenarchiv AUSSDA, Datenanalyse und Erstellung gemeinsamer Publikationen, sowie begleitende Methodenforschung.

Finanzierung: Hochschulraum-Strukturmittel (HRSM) Projekt des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, Fördersumme: 500.000 €

Laufzeit: 20172021

MitarbeiterInnen am Standort Graz: Franz Höllinger und Markus Hadler (Leitung), Christoph Glatz, Anja Eder und Otto Bodi

 

Abgeschlossene Projekte

   

Perspektiven für bäuerliche Familien in Österreich

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2013-2016

Projektteam: Franz Höllinger (Leitung), Eva-Maria Griesbacher, Bernd Promitzer, Maria Maierhofer, Katharina Thünauer

unterstützt von Sabine Haring und Anja Eder

mehr Informationen zum Forschungsprojekt

 

Wahrnehmung und Bewertung der sozialen Ungleichheit. Österreich im internationalen Vergleich

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2010-2011

Projektteam: Max Haller (Leitung), Bernadette Müller

 

Freizeit und Sport im internationalen Vergleich

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2010-2011

Projektteam: Max Haller (Leitung), Bernadette Müller

 

Verbreitung und Bedeutung der New Age-Spiritualität in Österreich

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2007-2010

Projektteam: Franz Höllinger (Leitung), Thomas Tripold, Gabriele Diesel, Michael Longhino

 

Sozialstruktur Österreichs im Wandel

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2007-2008

Projektleitung: Max Haller

 

Nationale Identität und Staatsbürgerschaft

Fördergeber: FWF

Laufzeit: 2004-2006

Projektteam: Max Haller (Leitung); Bernadette Müller; Regina Ressler

 

Kontakt

Institut für Soziologie
Universitätsstraße 15/G4 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 3550
Fax:+43 (0)316 380 - 9515

Web:http://soziologie.uni-graz.at

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