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Publikationen

Die Gesamtliste der Publikationen des Instituts, inklusive Zeitschriftenartikel, finden Sie hier

Ausgewählte Publikationen:

Reicher, Dieter (2020), Kulturnationalismus. Wir-Krise und Nationalstaat. Eine historische Untersuchung in vier unterschiedlichen Kulturfeldern, Nomos

Ist der Nationalstaat ein Auslaufmodell? Vieles deutet darauf hin, dass das 21. Jahrhundert ebenfalls von dieser Staatsform dominiert bleibt. Trotzdem sind Vorstellungen von „Wir“ im Zusammenhang mit der Idee der „Nation“ seit einiger Zeit im Westen Gegenstand heißer Debatten, die in eine Wir-Krise zu münden drohen. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen operieren bestimmte gesellschaftliche Statusgruppen mit einem distinktiven und politisierten Topos von „Kultur“, während andere das nationalstaatliche Modell zur Gänze ablehnen. Die hier vorliegende Argumentation stützt sich auf historisch-langfristig fokussierte Untersuchungen der Entwicklung nationaler Wir-Bezüge in vier unterschiedlichen Kulturfeldern.

Hadler, Markus (2019), Quantitative Datenanalyse in den Sozialwissenschaften, 2. überarb. Aufl., LIT-Verlag

Diese Einführung behandelt die praktischen Probleme, die sich in der Analyse ergeben und die in anderen Einführungen fast immer ausgeklammert bleiben. In den meisten Büchern wird relativ umfassend über Korrelationen, Kreuztabellen und andere statistische Verfahren geschrieben. Dabei wird aber oftmals vergessen, mit welchen Problemen unerfahrene Forscherinnen und Forscher in der konkreten Anwendung konfrontiert sind, wenn sie eine abstrakte Methode auf ihre Daten umlegen und die Ergebnisse richtig interpretieren sollen. In zehn Kapiteln werden alle relevanten Schritte von der Eingabe der Daten über ihre Analyse und Transformation bis hin zur Abfassung eines Endberichts besprochen. Am Anfang jedes Kapitels werden jeweils Fragen zu den zentralen Inhalten des folgenden Kapitels gestellt. Zusätzlich ist eine Liste ausgewählter, kommentierter Literatur enthalten.

Haller, Max (Hg., unter Mitarbeit von K. Apostle) (2019), Migration und Integration Fakten oder Mythen?, VÖAW

Die Themen Migration und Integration sind politisch weltweit umstritten. Das hat damit zu tun, dass Wanderungen oft mit massiven sozialstrukturellen Umschichtungen und kulturellen Anpassungsprozessen einhergehen, die nicht frei von Verteilungskonflikten sind. Verstärkt werden diese Konflikte durch mediale und parteipolitische Strategien, welche die Ängste der Bevölkerung vor Veränderungen ausnützen und vorhandene Stimmungen verstärken. Diese Publikation greift siebzehn der wichtigsten Schlagwörter und Thesen dieser öffentlichen Debatten und Behauptungen auf und diskutiert sie sachlich auf der Basis vorliegender wissenschaftlicher Befunde, gegebenenfalls auch unter Verweis auf die Tatsache, dass es dazu gar kein gesichertes Wissen gibt bzw. geben kann. Das Buch wendet sich an alle mit Migration und Integration befassten Experten und beruflich befassten Personen in Bund, Ländern, Gemeinden; MitarbeiterInnen öffentlicher und privater Organisationen, die einschlägig aktiv sind; Politiker; Medien; Wissenschaftler; LehrerInnen an Höheren Schulen; allgemein an der Thematik interessierte Menschen. Die Autorinnen und Autoren sind namhafte Wirtschafts- und SozialwissenschaftlerInnen aus über einem Dutzend österreichischer Universitäten bzw. außeruniversitären Forschungsinstituten.

Aschauer, Wolfgang, Martina Beham-Rabanser, Otto Bodi-Fernandez, Max Haller und Johanna Muckenhuber (2019), Die Lebenssituation von Migrantinnen und Migranten in Österreich. Ergebnisse einer Umfrage unter Zugewanderten, Springer VS

Die Zuwanderung der letzten Jahrzehnte stellt einen der zentralen Prozesse des sozialen Wandels in Österreich dar. In sozialwissenschaftlichen Erhebungen sind Personen mit Migrationshintergrund jedoch meist unterrepräsentiert. Der vorliegende Band präsentiert die Ergebnisse einer Zusatzerhebung zum Sozialen Survey Österreich 2016, mit dem Ziel, zentrale Werthaltungen, Einstellungen und Verhaltensweisen von Zugewanderten zu erfassen und mit jenen der heimischen Bevölkerung zu vergleichen. Dabei werden verschiedene Lebensbereiche wie Familie, Arbeit, Politik und Religion diskutiert. Die Ergebnisse werfen ein neues Licht auf die Frage der Integration der Zugewanderten in Österreich.

 

Griesbacher, Eva-Maria und Franz Höllinger (Hg.) (2019), Soziale Landwirtschaft in der Steiermark. Abschlussbericht zum Forschungsprojekt "Green Care - Innovative Sozialprojekte in der Steiermark", Unipress Verlag

In der vorliegenden Publikation präsentieren wir die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Green Care – Innovative Sozialprojekte am Bauernhof“, das vom Wissenschaftsressort der Steiermärkischen Landesregierung im Rahmen der Ausschreibungsreihe „Polaritäten der Wissensgesellschaft: Alt und Neu – Tradition und Avantgarde“ gefördert wurde. Im Mittelpunkt dieses Forschungsprojekts stehen landwirtschaftliche Betriebe in der Steiermark, die die traditionelle bäuerliche Wirtschaftsform und innovative pädagogische bzw. therapeutische Angebote zu einem zukunftsweisenden neuen Betriebskonzept verknüpfen. In der ersten Projektphase wurden mittels einer telefonischen Befragung grundlegende Daten zur Betriebsstruktur und zum sozialen Angebot der Green Care-Betriebe in der Steiermark erhoben. In der zweiten Phase wurde anhand von ausführlichen Interviews mit Personen, die soziale Dienstleistungen am Bauernhof anbieten oder nutzen, sowie durch teilnehmende Beobachtung ausgewählter sozialer Angebote auf den Bauernhöfen untersucht, wie Green Care-Konzepte in der Praxis umgesetzt und von den beteiligten Akteuren sowie von pädagogischen und therapeutischen ExpertInnen beurteilt werden. Ergänzend dazu wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Green Care-Angebote erörtert.

Bacher, Johann, Alfred Grausgruber, Max Haller, Franz Höllinger, Dimitri Prandner und Roland Verwiebe (Hg.) (2019), Sozialstruktur und Wertewandel in Österreich. Trends 1986-2016, Springer VS

Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Dynamiken werden in diesem Buch Veränderungen der Sozialstruktur (Bildungsabschlüsse, soziale Mobilität und soziale Ungleichheit) und der subjektiven Lebensqualität, der Wandel von Verhaltensmustern und Einstellungen in den Bereichen Arbeit und Beruf, Partnerschaft und Familie, Freizeitgestaltung und Sozialkontakte, Religion und Kirche, Politik und Wohlfahrtsstaat, sowie der Wandel von grundlegenden Wertorientierungen und Lebenszielen analysiert und diskutiert. Als empirische Datengrundlage dienen die vier Erhebungswellen des interuniversitären Kooperationsprojekts Sozialer Survey Österreich (SSÖ) aus den Jahren 1986, 1993, 2003 und 2016. An den Beiträgen des Sammelbands beteiligten sich SozialwissenschaftlerInnen der Universitäten Graz, Innsbruck, Linz und Wien. Neben kontinuierlichen Entwicklungen zeigen sich bei den Wertorientierungen auch neue Tendenzen im Spannungsfeld zwischen Tradition und Neuorientierung.

Wilson, Shaun und Markus Hadler (Hg.) (2018), Australian Social Attitudes IV: The Age of Insecurity, University of Sidney Press

In the decade following the end of the Howard administration, Australian politics has been defined by growing uncertainty and the emergence of popular disaffection with the political class, similar to that found in the United States and Britain. Australian Social Attitudes IV: Australia in the Age of Insecurity is an in-depth look at the economic and geopolitical tensions that pervade Australian discourse.

Building on public opinion data collected by the Australian Survey of Social Attitudes and the Australian Election Study in particular, this book is designed to present the public, media, and policymakers with up-to-date analysis of public opinion about important topics confronting Australian politics and society.

Hadler, Markus (2017), The Influence of Global Ideas on Environmentalism and Human Rights World Society and the Individual, Palgrave

This book explores whether individual attitudes and behaviors are swayed by global developments in a world increasingly populated by organizations, treaties, and other institutions that focus on environmentalism and human rights. It uses the sociological approach of World Society theory to investigate the effects of global ideas on individual environmentalism, xenophobia, and homophobia while drawing its data from a variety of international public opinion surveys. The Influence of Global Ideas on Environmentalism and Human Rights questions the dominant narrative of World Society related research as a positive influence of global ideas on various outcomes. Hadler demonstrates the complexity of this issue through empirical analyses revealing mixed trends in attitudes and behaviors from around the world. This book will be of interest to academics seeking to critically engage with World Society theory through two of its core topics: human rights and environmentalism.

Höllinger, Franz, Anja Eder, Eva-Maria Griesbacher und Sabine A. Haring (2017), Bäuerliche Lebenswelten in Österreich am Beginn des 21. Jahrhunderts, Leykam

Die Lebenswelt österreichischer Bauern und Bäuerinnen hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die erfolgreichen Landwirte von heute entwickeln innovative Produktionskonzepte und Marketingstrategien und bewältigen umfangreiche bürokratische Anforderungen. Sie tun dies in Familienbetrieben, auf denen mehrere Generationen zusammen leben und arbeiten. Aber wie vereinbaren sie die traditionellen Arbeits- und Wohnarrangements mit den heutigen Vorstellungen von Partnerschaft und Familie? In diesem Buch wird anhand der Ergebnisse eines vom FWF geförderten Forschungsprojekts untersucht, wie österreichische Bauern und Bäuerinnen ihre Arbeitssituation, ihre wirtschaftliche Lage und das familiäre Zusammenleben am Hof wahrnehmen und welche Ideen und Strategien sie entwickeln, um sowohl in ökonomischer als auch familiärer Hinsicht eine gute Lebensqualität zu bewahren oder wieder zu erlangen. Die soziologischen Analysen werden durch einen agrarökonomischen Beitrag von Leopold Kirner und eine Reflexion über das landwirtschaftliche Beratungsprojekt "Zwei Systeme - Eine Welt" von Eduard Ulreich ergänzt.

Eder, Anja, Hannah Volk und Max Haller (2017), Transition Processes in Central and Southeast Europe. International Journal of Sociology, 47(3), Routledge

Diese Ausgabe des International Journal of Sociology widmet sich dem Thema der Transformationsprozesse in Süd-und Osteuropa. Ausgangspunkt des Themenhefts war die Konferenz "Twenty-five Years After. What has happened to the Societies in Central andSoutheast Europe since the Fall of the Iron Curtain?", die im Jahre 2014 an der Karl-Franzens-Universität Graz stattfand. In diesem Themenheft nutzen osteuropäische ReferentInnen der Konferenz die Gelegenheit, ihre Forschungsarbeiten zu sozialen Netzwerken, sozialem und institutionellem Vertrauen, politischer Partizipation sowie zur Einkommensmobilität von PendlerInnen in den Westen einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Es handelt sich dabei um länderspezifische Einzelfallstudien aus Kroatien, Ungarn, Slowenien sowie um eine ländervergleichende Studie, welche sich mit der Grenzregion zwischen Österreich und Osteuropa beschäftigt. Die Herausgeber des Themenhefts bieten in einer Einleitung einen Überblick über die Veränderungen ausgewählter ökonomischer, sozialer und demokratiepolitischer Aspekte seit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989/90. Darüber hinaus wird ein Aufriss jener soziologischen Theorien gegeben, die im Kontext der Analyse von Transformationsprozessen in Osteuropa relevant sind und zugleich das nötige Vorverständnis für die Lektüre der Beiträge dieses Hefts schaffen.

AKTUELLE AUFSÄTZE

2020

Bodi-Fernandez, Otto & Karina Fernandez (2020): Methodische Implikationen verschiedener theoretischer Resilienzmodelle. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie 45, 265-291. https://doi.org/10.1007/s11614-020-00419-8

Eder, Anja, Markus Hadler & Robert Moosbrugger (2020): An enquiry into the importance of the perceived positional, moral and emotional recognition for social integration in Austria. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie 45, 213-233.

Hadler, Markus, Florian Gundl & Boštjan Vrečar (2020): The ISSP 2017 Survey on Social Networks and Social Resources: An Overview of Country-Level Results. In: International Journal of Sociology. 50 (2), 87-102. https://doi:10.1080/00207659.2020.1712048 

Hadler, Markus, Kiyoteru Tsutsui & Lynn G. Chin (2020): Conflicting and reinforcing identities in expanding Europe from 1995 to 2019. Findings revisited in an even larger Europe. In: Innovation-The European Journal of Social Science Research. online first,12. https://doi:10.1080/13511610.2020.1745060

Hadler, Markus, Laia Ollé-Espluga & Johanna Muckenhuber (2020): The ‘economy for the common good’, job quality and workers’ well-being in Austria and Germany. In: The Economic and Labour Relations Review. online first,19. https://doi:10.1177/1035304620949949

Höllinger, Franz, Anja Eder & Sabine A. Haring (2020): Betriebliche Rahmenbedingungen und Perspektiven multifunktional-innovativer Landwirtschaft. Ergebnisse einer Mixed-Methods-Befragung von LandwirtInnen in Österreich. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie 45, 69-89. https://doi:10.1007/s11614-020-00391-3  

Höllinger, Franz (2020): The impact of religiousness on attitudes towards religious others. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie 45 (2), 165-181.
https://doi.org/10.1007/s11614-020-00400-5

Reicher, Dieter (2020): State, Emotion, Authority, and National Habitus. State–Related Problems of Our Time and Methodological Discourses in Sociology and Historical Sociology. In: Historical Social Research 45 (1), 7-41. https://doi:10.12759/hsr.45.2020.1.7-41

Reicher, Dieter (2020): Nationalistic German Gymnastic Movements and Modern Sports. Culture between Identity and Habitus. In: Historical Social Research. 41 (1), 207-225. https://doi:10.12759/hsr.45.2020.1.207-225

Reicher, Dieter, Markus Hadler & Nico Tackner (2020): Das Nationale Zugehörigkeitsgefühl in Österreich während des Lockdowns. Corona Blog. Uni Wien.

Scaria-Braunstein, Karin (2020): Das Leben der Frauen in der Steiermark 1850 bis 1950 - Zeiten der Umbrüche. In: Gudrun Danzer (Hg.): Ladies First! Künstlerinnen in und aus der Steiermark 1850-1950. Graz: Leykam,14-22.

2019

Bodi-Fernandez, Otto & Dimitri Prandner (2019): Zur Bedeutung und Gestaltung von Freizeit. In: Johann Bacher, Alfred Grausgruber, Max Haller, Franz Höllinger, Dimitri Prandner, Roland Verwiebe (Hg.): Sozialstruktur und Wertewandel in Österreich. Springer VS, Wiesbaden.  https://doi.org/10.1007/978-3-658-21081-6_14

Glatz, Christoph & Anja Eder (2019): Patterns of trust and subjective well-being across Europe. New insights from repeated cross-sectional analyses based on the European Social Survey 2002 to 2016. In: Social Indicators Research, online first. https://doi.org/10.1007/s11205-019-02212-x.

Haring, Sabine A. (2019) : Une sociologie des émotions en guerre. La camaraderie et son contraire chez les soldats autrichiens, In: Ségolène Plyer, Raphaël Georges, Jean-Noël Grandhomme (Hg.): Soldats d'entre-deux. Identités nationales et loyautés d'après les témoignages produits dans les Empires centraux pendant la Première Guerre mondiale. Strasbourg. Presses universitaires de Strasbourg, 77-99.

Höllinger, Franz & Johanna Muckenhuber (2019): Religiousness and existential insecurity: A cross-national comparative analysis on the macro- and micro-level. International Sociology 34 (1), 19–37. https://doi.org/10.1177%2F0268580918812284

Prandner, Dimitri, Otto Bodi-Fernandez; Franz Höllinger et al. (2019): Forschungsinfrastruktur für empirische Sozialforschung in Österreich – Zwischen Anspruch und Bedarf. Österreichische Zeitschrift für Soziologie 44, 79–89. https://doi.org/10.1007/s11614-019-00324-9

2018

Eder, Anja, Markus Hadler & Markus Schweighart (2018): Über das scheinbare Paradoxon der Zughörigkeit zur gesellschaftlichen Mitte. Eine quantitative und qualitative Analyse der subjektiven sozialen Position der ÖsterreicherInnen 1993-2016. SWS Rundschau 58/2, 203-224.

Haring, Sabine A. (2018): Wir-Gefühle, Feindbilder und Feindseligkeit bei deutschsprachigen k.u.k. Soldaten im Ersten Weltkrieg. Eine emotionssoziologische Perspektive. In: Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society 4 (1), 53-87.  https://doi:10.14220/jrat.2018.4issue-1

Muckenhuber, Johanna & Karin Scaria-Braunstein (2018): Prekär arbeiten – Prekär leben. Manifeste und latente Funktionen der Arbeit und Wohlbefinden bei MigrantInnen und Flüchtlingen. In: Johanna Muckenhuber (Hg.): Die Integration von MigrantInnen und Flüchtlingen in den steirischen Arbeitsmarkt. Wien: new academic press, 241-268.

Hadler, Markus Editor-in-Chief des "International Journal of Sociology"

Das International Journal of Sociology (LINK) ist ein peer-reviewed Journal, das von Taylor & Francis herausgeben wird und Beträge zu international vergleichenden Forschungsfragen publiziert. Seit Heft 47(1) ist Markus Hadler Editor-in-Chief und führt die lange Tradition dieses Journales fort, Themenhefte und Beiträge zu veröffentlichen, die für ein breites soziologisches Publikum von Interesse sind. Des Weiteren bemüht er sich, dieses Heft mit dem International Social Survey Programme (LINK) zu verknüpfen und plant, jedes Jahr ein Themenheft zu den aktuell verfügbaren Survey Daten herauszugeben. In diesem Sinne hatte Heft 47(1) das Thema "Citizenship" im Zentrum und das geplante Heft 48(1) das Thema "Work Orientations". 

Buchpublikationen 2015 und älter

Max Haller in collaboration with Anja Eder (2015), Ethnic Stratification and Economic Inequality around the World, Ashgate

The modern world is characterised by pervasive economic inequalities. Strong economic growth in some developing countries has contributed to a degree to a reduction in the levels of inequality between nations, yet inequality within nations remains high and in some cases, continues to increase. Ethnic Stratification and Economic Inequality around the World investigates the reasons for these striking differences, exploring the coincidence and interaction between economic stratification and ethnic differentiation. Drawing on extensive international survey and statistical data, the author develops a new theory and concrete hypotheses concerning the conditions which lead toward extreme inequality and those which tend toward greater equality.

A systematic examination of the interaction between class structures, social stratification and ethnic differentiation, this book sheds light on the manner in which the resulting social structures produce different levels of economic inequality, offering a fivefold typology of patterns of ethnic stratification, which can be applied to present-day world regions. Drawing on the work of Max Weber to provide a rigorous investigation of inequality around the world, it demonstrates what 'sociology as a science of social reality' can significantly contribute to our understanding of global economic stratification. The book is relevant for a wide social-scientific audience, particularly for sociologists, economists and political scientists working in a comparative perspective.

Haring, Sabine und Helmut Kuzmics (2013), Emotion, Habitus und Erster Weltkrieg. Soziologische Studien zum militärischen Untergang der Habsburger Monarchie, Vandenhoeck & Rupprecht unipress

1918 zerbrachen in Europa alte Reiche mit Folgen, die bis heute andauern und soziologisch permanent unterschätzt werden. Ihr Schicksal war in die Hände von Soldaten und Offizieren gelegt worden, deren Gefühle und habituelle Prägungen für Erfolg und Misserfolg oft nicht weniger mitbestimmend waren als ihre Waffen. Dieses Buch verbindet Analysen zur Entwicklung von Staat und Militär der Habsburger Monarchie in der europäischen Staatenkonkurrenz ab dem 18. Jahrhundert mit exemplarischen emotionssoziologischen Interpretationen von autobiographischen Daten zu Gefühl und Habitus der Kriegsteilnehmer im Ersten Weltkrieg. Die Themen des Buches reichen von der Selektivität der mitteleuropäischen Erinnerungskultur nach dem Krieg, der Beschreibung von Genese und Wirken eines »habsburgischen Militärhabitus« vor 1914 und im Weltkrieg über die Analyse von Feind- und Wir-Gefühlen im Vielvölkerheer bis zur emotionssoziologischen Beschäftigung mit Angst und Heldentum sowie der »Entzivilisierung« im Krieg. 

Reicher, Dieter (2013), Nationensport und Mediennation: Zur Transformation von Nation und Nationalismus im Zeitalter elektronischer Massenmedien, Vandenhoeck & Rupprecht unipress

Sport bringt die herausragende Bedeutung von Nation und Nationalismus in modernen Gesellschaften zum Vorschein. Das Nationale verschwindet nicht, sondern globale Massenmedien bieten eine neuartige und machtvolle Bühne für nationale Selbstdarstellungen und Zugehörigkeitsgefühlen. Der hier als „leere Nationalismus“ bezeichnete Komplex an nationalen Wir-Bildern und Wir-Idealen bezieht sich nicht mehr hauptsächlich auf das Ziel kultureller Einmaligkeit, sonder auf Elemente einer Weltkultur. Dadurch werden aber auch globale Standards für die Darstellung von Nation und Nationalismus festgelegt. So wurden etwa überall in Europa kriegerische Ideale in Zusammenhang mit Nationen durch zivilisierte Ausdrucksweisen nationaler Wir-Gefühle ersetzt. Diese Transformation ist jedoch auch das Resultat einer fundamentalen geopolitischen Verschiebung. Ausgehend vom Sport begann der „leere Nationalismus“ sich auch in anderen kulturellen Bereichen niederzulassen. Nation und Nationalismus erhielten somit eine neue, ungeplante Legitimität. 

Höllinger, Franz und Thomas Tripold (2012), Ganzheitliches Leben. Das holistische Milieu zwischen neuer Spiritualität und postmoderner Wellness-Kultur, Transcript Verlag

Ganzheitliche Heilmethoden, Körperübungen und Selbsterfahrungspraktiken wie Yoga, Feng Shui, Astrologie und Schamanismus erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Das Buch geht den sozialen und kulturellen Wurzeln der holistischen Bewegung nach und beleuchtet diesen Trend anhand einer Studie, die mit einer Kombination aus quantitativen und qualitativen Methoden sowohl die Perspektive der Anbieter ganzheitlicher Praktiken als auch die Erfahrungen und Sichtweisen der Ausübenden berücksichtigt. Unter anderem werden folgende Fragen untersucht: Wie weit sind diese Praktiken in der Bevölkerung verbreitet? Aus welchen sozialen Milieus stammen die Akteure und welche Motivation treibt sie an? Auf welche Weise integrieren sie holistische Sinnmuster in experimentell-kreativer Manier in den individuellen Wertehorizont und in die Gestaltung ihres Alltagslebens? Inwieweit ist das Bedürfnis nach Wellness, Selbstverwirklichung und neuer Spiritualität Ausdruck eines postmodernen Hedonismus, inwieweit handelt es sich hier um eine ernsthafte Suche nach alternativen, gegenkulturellen Lebensstilen?

Höllinger, Franz und Markus Handler (Hg.) (2012), Crossing Borders, Shifting Boundaries. National and Transnational Identities in Europe and Beyond, Campus

This book investigates how ethnic and national identities are influenced by current social processes and developments, such as the dissolution of multi-ethic state-formations and the creation of new nation states, the emergence of new international confederations, the increase in cross-national migration and other aspects of the process of globalization, and to what extent these developments contribute to the emergence of new transnational bonds and identities. The articles in this volume are based on a variety of theoretical and empirical approaches (cross-national comparative survey, qualitative interviews, content analyses of media and internet-forums) and deal with the following topics: determinants and effects of ethnic and national identities, patriotism and nationalism; national versus European identities; identities of ethnic minorities and migrants; the limits of the social integration of Europe.

The book was dedicated to Prof. Max Haller as a Festschrift on the occasion of his 65th anniversary.

Müller, Bernadette (2012), Empirische Identitätsforschung: Personale, soziale und kulturelle Dimensionen der Selbstverortung, VS Verlag für Sozialwissenschaften

Die vorliegende Arbeit stellt die Komplexität des Identitätsbegriffs dar und zeigt einige seiner vielfältigen Anwendungsfelder auf. In einer begriffsgeschichtlichen Aufarbeitung wird die heterogene Verwendungsweise des Begriffs sowie seine Anwendung in unterschiedlichen Disziplinen kritisch nachgezeichnet. Das Ziel der Untersuchung besteht aber nicht vornehmlich in einer rein theoretischen Abhandlung, vielmehr erfolgt eine empirische Bestimmung und Analyse des Konzepts der Identität. Damit soll dem Unbehagen über die empirische Unbestimmtheit des Begriffs abgeholfen und Operationalisierungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Haller, Max (2009), Die europäische Integration als Elitenprozess. Das Ende eines Traums? VS Springer

Schon lange ist evident, dass die europäische Integration vor allem von den Eliten vorangetrieben wird. Dies ist die erste Untersuchung, die diesen Sachverhalt umfassend dokumentiert und erklärt. Anhand von Daten über europäische Wahlen und Volksabstimmungen, repräsentativen Surveys, Interviews, Dokumenten und Biografien werden u.a. gezeigt: die Charakteristika und Entwicklung, Interessen und Privilegien der politischen und ökonomischen Eliten sowie der neuen „Eurokratie“ in Brüssel;  die Erwartungen und Wahrnehmungen der Bürger und der in vielen Teilen der EU weitverbreitete Skeptizismus; die Strategien der Eliten, die Zustimmung der Bürger zu gewinnen. Zuletzt werden die historisch-intellektuellen Ideen von „Europa“ mit der Realität der Integration seit 1945 konfrontiert und Vorschläge zur Stärkung der sozialpolitischen und demokratischen Komponenten der EU entwickelt.

Haller Max u.a. (Hg.) (2009), The International Social Survey Programme 1984-2009. Charting the Globe, Routledge

Soziologische Erklärung muss sich vor allem auf die Methode des Vergleichs stützen, da Experimente mit menschlichen Populationen nur begrenzt möglich sind. Das International Social Survey Programme (ISSP) hat eine Pionierrolle in der Erzeugung und methodisch anspruchsvollen Auswertung weltweiter Bevölkerungsumfragen gespielt. Initiiert im Jahr 1984 umfasst es heute 50 Länder, die jährlich einen identischen Survey bei einer Zufallsstichprobe ihrer Bevölkerung erheben. Auf Basis dieser Daten wurden weltweit mehr als 5000 Publikationen erstellt. Dieses Buch enthält Originalbeiträge von drei Dutzend renommierten SozialwissenschaftlerInnen, welche die sozialen Wahrnehmungen und Einstellungen von Bürgern international und über die Zeit hinweg vergleichen. Die Themen beinhalten Einstellungen zu Ungleichheit und zur Rolle des Staates; ethnische, nationale und globale Identitäten; den Wandel religiöser Einstellungen und Partizipation; Einstellungen zu Geschlechtsrollen, Familien- und Berufsorientierungen. Mehrere Beiträge untersuchen die methodische Aussagekraft und Probleme des internationalen Vergleichs. Das Buch setzt neue Standards für die international vergleichende Sozialforschung.

Kontakt

Institut für Soziologie
Universitätsstraße 15/G4 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 3550
Fax:+43 (0)316 380 - 9515

Web:http://soziologie.uni-graz.at

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