Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

Forschungsprojekte

Mobiles "Scientific Emergency Operation Center / SEOC"

Großschadensereignisse, Krisen- und Katastrophensituationen stellen enorme Anforderungen an Behörden und Einsatzorganisationen sowie an die betroffene Bevölkerung. Dynamische Änderungen in den Sicherheitslagen erfordern rasche Entscheidungsprozesse, um effiziente und gezielte Maßnahmen setzen zu können und den Schutz von Menschleben und kritischer Infrastruktur sowie die Reduktion von Sach- und Umweltauswirkungen zu ermöglichen. National wie international werden im Bereich der Krisen- und Katastrophenbewältigung verschiedene Systeme für die Führungsunterstützung und die Stabsarbeit eingesetzt, beispielsweise das "Emergency Response Coordination Center / ERCC". Das am Institut für Soziologie / Medizinsoziologie und Katastrophenforschung entwickelte mobile Scientifc Emergency Operation Center / SEOC ist eine Kommunikations- und Informationsplattform vor Ort (die SEOC befindet sich in einem Einsatzcontainer, der auf einem geländegängigen Bundesheer-LKW aufliegt, mit einer kompletten Notarztausrüstung sowie einem eigenem Kommunikationssystem und einer umfangreichen Datenbank ausgerüstet ist und über eine Satellitenanbindung verfügt). Einerseits werden somit die Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung im Not- bzw. Katastrophenfall dokumentiert, andererseits werden diese dann gezielt an die jeweiligen Einsatzkräfte weitergegeben. Durch die Möglichkeit der Zuhilfenahme von geographischen-Informationssystemen (GIS) können über die SEOC zeitnahe Risikoanalysen angefertigt werden, die dann den jeweiligen Einsatzleitstäben als Entscheidungsgrundlage dienen. Die SEOC wird bereits sehr erfolgreich bei SAR-Einsätzen (Search And Rescue) auf See am Seenotschiff "SEASTAR" in Triest eingesetzt. Im Rahmen des ARGUS-FLEX Projektes (Innovative Managementlösungen im Katastrophenmanagement) wurde der SEOC ebenfalls eine zentrale Rolle zur Optimierung von Resilienz im Katastrophenfall zugeteilt.

Projekt: ARGUS-FLEX

Projektpartner: Joanneum-Research, TU-Graz, Montan-Universität, UAR-Robotics, BMI, BM f. Landesverteidigung, National Disaster Reduction Center of China

Laufzeit: 2019 – 2021

Projektleiter: Gerhard Grossmann

 

Auswirkungen, Chancen und Probleme der Integration von Flüchtlingen und MigrantInnen in den Arbeitsmarkt

Die österreichische Gesellschaft steht durch die relativ hohe Anzahl an Flüchtlingen und MigrantInnen, die im letzten Jahr nach Österreich gekommen sind, vor großen Herausforderungen. Eine dieser Herausforderungen betrifft die Integration der MigrantInnen und Flüchtlinge in den österreichischen Arbeitsmarkt. Die Auswirkungen dieser Integration betreffen auf der einen Seite die Möglichkeiten, aber auch die Probleme für die Flüchtlinge und MigrantInnen selbst. Auf der anderen Seite sind aber auch Auswirkungen auf die österreichischen ArbeitnehmerInnen und auf den österreichischen Arbeitsmarkt zu erwarten. Das Projekt hat zum Ziel, beide Seiten zu analysieren und soll in zwei Stufen durchgeführt werden. Thema der ersten Stufe sind die Möglichkeiten und Probleme für die Flüchtlinge und MigrantInnen. Die erste Stufe wurde als Pilotprojekt angelegt und wird im Herbst 2017 durch eine Buchpublikation abgeschlossen. Thema der zweiten Stufe des Projektes sind die Auswirkungen der Integration von Flüchtlingen und MigrantInnen in den Arbeitsmarkt auf österreichische ArbeitnehmerInnen. Die zweite Stufe des Projektes wird bis Ende 2018 abgeschlossen.

Kooperationsprojekt mit dem AMS

Fördergeber: AMS Steiermark

Laufzeit: bis Ende 2018

Leitung: Johanna Muckenhuber

 

Jugendliche im Spannungsfeld zwischen traditionellen und modernen Kulturen. Wechselseitige Anerkennung als zentrale Ressource für einen gelingenden Aufbau eines neuen Miteinanders

Das Projekt JuKult erforscht in einem interdisziplinären Ansatz die Lebenswelten steirischer Jugendlicher mit und ohne Migrationshintergrund mit dem Ziel, sowohl integrationsmobilisierende als auch –hemmende Faktoren aufzuspüren und Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation und Interaktion zwischen den Jugendlichen benennbar zu machen. Im Fokus des Projektes stehen Identitätsbildungs- und Anerkennungsprozesse, die im schulischen und außerschulischen Zusammenleben der Jugendlichen die Möglichkeit der Schaffung einer neuen, gemeinsamen Jugendkultur eröffnen können. Im Rahmen einer Theaterintervention und dazugehöriger Begleitforschung soll ausprobiert und analysiert werden, inwiefern Jugendliche Bereitschaft zeigen, die Perspektiven anderer zu übernehmen und welche Aspekte dieser Intervention in den Alltag übertragbar sind. Mittels kreativer quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden sollen unter anderem auch die sozialen Netzwerke der Jugendlichen untersucht werden.

Fördergeber: Land Steiermark

Fördersumme: 92.401,49 €

Laufzeit: Februar 2017- Jänner 2019

Projektteam am Institut für Soziologie: Johanna Muckenhuber (Projektleitung), Karin Scaria-Braunstein; sowie: Annette Sprung (Inst. für Erziehungswissen- schaften), Gertraud Pantucek (Studiengang Sozialarbeit und Sozialmanagement, FH Joanneum), Verena Kiegerl (Interaktives Kinder- und Jugendtheater).

Kontakt: karin.scaria-braunstein(at)uni-graz.at  

Green Care – Innovative Sozialprojekte am Bauernhof

In diesem interdisziplinären Forschungsprojekt werden landwirtschaftliche Betriebe mit Green Care-Angeboten (Schule am Bauernhof, Gartentherapie, tiergestützte Intervention, Integrationsprojekte für Behinderte, psychisch Kranke u.dgl.) in der Steiermark untersucht. Wir gehen der Frage nach, welche sozioökonomischen und familiären Voraussetzungen für die Realisierung von Green Care auf landwirtschaftlichen Betrieben förderlich sind und welche Vor- und Nachteile diese Form der Erwerbskombination für landwirtschaftliche Betriebe sowie für die Green-Care Partner mit sich bringt. Parallel dazu werden die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Green Care analysiert. In der zweiten Projektphase wird aus sozialpädagogischer Perspektive analysiert, wie Green Care-Konzepte in die Praxis umgesetzt und von den beteiligten Akteuren beurteilt werden. Mit dem Forschungsprojekt soll ein Beitrag zur Erleichterung der Umsetzung des zukunftsweisenden Betriebskonzepts Green Care geleistet und der Weg zu innovativen Erwerbskombinationen in der steirischen Landwirtschaft geebnet werden.

Fördergeber: Land Steiermark

Fördersumme: 91.000 €

Laufzeit: 2017-2018

Projektteam am Institut für Soziologie: Anja Eder, Eva Griesbacher, Sabine Haring, Franz Höllinger (Projektleitung); sowie: Rudolf Egger (Inst. für Pädagogik), Günther Löschnigg (Inst. Für Arbeits- und Sozialrecht), Josef Hödl (Studiengang Sozialarbeit und Sozialmanagement, FH Joanneum), Dorit Haubenhofer (Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Wien)

Gerhard Grossmann

hat seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte im Bereich Notfall- und Katastrophenforschung, Risikoanalysen sowie Medizin- und Katastrophensoziologie. Außerdem beschäftigt er sich mit Risikobewältigung und Prozessteuerung in kritischen Situationen sowie der Erstellung von Prognose und Interventionskonzepten. Die derzeitigen Projekte von Gerhard Grossman sind:

4c4 Responder:  Flexible multifunktionale Kommunikations- und Informationslösungen für eine optimierte Einsatzführung von Intervetionskräften. Diese Projekt wird gemeinsam mit  Joanneum Research, Lakeside Labs, Landespolizeidirektion Wien, Eurofuk Kappacher, IFR und Dräger Austria durchgeführt.
Projektdauer: Dezember 2015 bis Dezember 2017.
KIRAS-Sicherheitsforschung, Österr. Forschungsförderungsgesellschaft

3F-MS Multi-Level–ForestFireFighting-Management System. Entwicklung eines Einsatzgebietsinformationssystems für internationale Einsätze. Gemeinsames Projekt mit JOANNEUM RESEARCH, Bundesministerium für Inneres, Bundesministerium für Verteidigung und Sport, Institut „IFR“, Magirus Lohr.
Projektdauer: Jänner 2016 bis Jänner 2018.
KIRAS-Sicherheitsforschung, Österr. Forschungsföderungsgesellschaft

Hochwassermanagement 2020: Gemeinsames Projekt mit der Stmk. Landesregierung, Katastrophenschutz der Stadt Graz, Bürgerinitiative PIA, UMIT.
Projektdauer: 2024 bis 2020.

RESCUE-OPERATION-SEA / New Coordinationmanagement: gemeinsam mit der GUARDIA–COSTIERA–AUSILIARIA/Rettungsküstenwache  Italien, Notfalldepartement des Krankenhauses Meran, Facharzt Ordination Dr. Ortner, Universität für Gesundheitswissenschaften und Medizinische Informatik / UMIT.
Projektdauer: Jänner 2014 bis Jänner 2019.

Johanna Muckenhuber

beschäftigt sich (abgesehen von ihrer Forschung im Bereich der international vergleichenden Sozialforschung) mit angewandter Soziologie in den Themenbereichen Gesundheitssoziologie und Public Health, Arbeitsforschung, Migrationssoziologie. In diesem Zusammenhang hat Sie unter anderem Bücher zu Themenbereichen der angewandten Arbeitsforschung herausgegeben und Beiträge zu Working Poor und Themen der Public Health veröffentlicht. Sie tritt mit den Ergebnissen ihrer Forschung auch regelmäßig an die Öffentlichkeit. Johanna Muckenhuber leitet unter anderem folgende angewandte Forschungsprojekte und Forschungskooperationen:

„Prekär arbeiten – Prekär leben. Gesundheitsförderung für prekär beschäftigte Migrantinnen mit Reproduktionsverpflichtungen.“ Ein Projekt in Kooperation mit der Grazer Marienambulanz.

Forschungskooperation mit dem AMS Steiermark. Im Rahmen dieser Kooperation werden Masterarbeiten zu Themengebieten der Forschung zu Arbeitslosigkeit und Arbeitsbedingungen von Johanna Muckenhuber betreut und vom AMS gefördert.

Denkwerkstätte Graz. 2015 wurde die Tradition der Grazer Denkwerkstätten wieder aufgenommen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird ein kritischer Diskurs zu  Themen der Arbeit und Arbeitslosigkeit geführt. Die Denkwerkstätte 2015 wurde in Kooperation mit der FH Joanneum und dem AMS Steiermark durchgeführt. Die nächste Denkwerkstätte ist für das Jahr 2017 geplant. http://denkwerkstaette.uni-graz.at/

Als Ergebnis der Denkwerkstätte 2015 wird im Herbst 2016 bei transcript das von Muckenhuber, Griesbacher und Hödl herausgegebene Buch „Normalarbeit > Nur Vergangenheit oder auch Zukunft?“ erscheinen.

Manfred Prisching

hat im Bereich der Gegenwartsanalyse in einem Buch über die zweidimensionale Gesellschaft eine Konsumtheorie entwickelt, die auf den wesentlichen Elementen einer Analyse der zweiten Moderne aufbaut; und in einem Buch über Bildungsideologien wurden konfliktträchtige Hintergrundauffassungen aktueller Bildungsbestrebungen analysiert. In dem Buch Das Selbst. Die Maske. Der Bluff wurde die wohlbekannte Diskrepanz zwischen Individualisierung und Konformismus unter dem Gesichtspunkt (mehr oder minder) bewusster Bluff-Strategien untersucht. Im Bereich einer sozioökonomischen und politiksoziologischen Forschung hat Manfred Prisching Publikationen zu den Themen Wirtschaftsentwicklung, Wirtschaftskrise, politischer Populismus, Rationalität in der Politik und europäische Entwicklung zu verzeichnen. Auch im Bereich der Wissenschaftsforschung und der Bildungssoziologie hat Manfred Prisching verschiedene Arbeiten publiziert, nicht zuletzt angeregt durch seine Mitgliedschaft im Österreichischen Wissenschaftsrat. Mehrere Vorträge und Arbeiten liegen zu rechtssoziologischen Themen vor, etwa über neuere Formen des Verhältnisses von Öffentlichkeit und Justiz.

Dieter Reicher

hat im Bereich der Politiksoziologie das Buch „Nationensport und Mediennation“ verfasst. Was immer man über Nation und Nationalismus sonst sagen kann – der Sport bringt diese Phänomene am intensivsten zum Ausdruck, allerdings jenseits der herkömmlichen kriegerischen Ideale. Die Massenmedien bieten eine machtvolle Bühne für nationale Selbstdarstellungen und Zugehörigkeitsgefühle. Zu seinen weitgestreuten Interessen zählen auch ethnische Gruppen, Krieg und Zivilisation, Staats- und Nationsbildungsprozesse und Filmsoziologie.

Anja Eder

hat angewandte Forschungsprojekte in den Bereichen angewandte Stadtsoziologie,  Hochschulforschung und Evaluationen im Hochschulbereich durchgeführt. In folgenden Projekten war sie dabei tätig:

Eder, A.; Hammerl, M. (2010): Forschungsbericht Studierendenproteste 09/10. Eine Erhebung der Einstellungen und Meinungen zu den Studierendenprotesten sowie zur Bildungsdebatte an den vier Grazer Universitäten, 188 Seiten
(verfügbar unter http://ig-soziologie-forschung.at/imagesPDFsendbericht%20studierenden%20proteste%202009-2010.pdf)

Evaluation des Soziologie-Studiums an der Karl-Franzens-Universität Graz 2010 (Kurzbericht 20 Seiten verfügbar unter http://ig-soziologie-forschung.at/imagesPDFskurzbericht_evaluation_soziologie_2010.pdf)

Eder, A., C. Fritz und A. Weissensteiner (2009): Shared Space in Gleinstätten. Soziologische Einblicke anhand einer Querschnittsstudie in der Planungsphase. 165 Seiten (verfügbar unter http://ig-soziologie-forschung.at/images/PDFs/shared_space_gleinstaetten_querschnittsbefragung.pdf)

Sabine Haring

hat im Bereich der Stadtsoziologie mehrere Projekte verfolgt, die sich auf das lokale Umfeld bezogen haben, insbesondere ein Projekt zur Annenstraße in Graz. Auch verschiedene andere Themenfelder wurden, insbesondere im Rahmen oder in Anknüpfung an curriculare Forschungswerkstätten, bearbeitet. So wurde etwa eine Evaluierung eines Sprachförderprogramms für Volksschulkinder aus Drittstaaten vorgenommen. Die Ergebnisse waren so interessant, dass es zu einem Folgeauftrag gekommen ist, der über das Centrum für Sozialforschung abgewickelt wurde. Derzeit leitete Sie das FFG-Projekt „QualiLeso“-Entwicklung eines Qualitätssiche-rungssystems mit selbstevaluativen Komponenten für schulische Lernsoftware. 

Katharina Scherke

hat sich (abgesehen von ihren Arbeiten zur Emotionssoziologie) im Bereich der angewandten Forschung u.a. mit den Themen Migration und Altern beschäftigt (etwa als Mitherausgeberin entsprechender Jahrgänge des kulturwissenschaftlichen Jahrbuchs „Moderne“). Darüber hinaus ist sie als Sprecherin des universitären Forschungsschwerpunktes "Heterogenität und Kohäsion" mit Fragen der gesellschaftlichen Integration beschäftigt, welche ihren Niederschlag in entsprechenden Veranstaltungsreihen und Publikationen (z.B. "Spannungsfeld Gesellschaftliche Vielfalt") finden.

Link zur Veranstaltungsreihe:
http://huk.uni-graz.at/de/forschung/archiv/veranstaltungsreihe-spannungsfeld-gesellschaftliche-vielfalt/

Hannah Volk

ist in angewandten Forschungsprojekten im Bereich Bildungsforschung und Evaluationsforschung tätig. Für das Centrum für Sozialforschung führte sie beispielsweise, gemeinsam mit drei weiteren SoziologInnen, die Evaluation eines Sprachförderprogramms für Volksschulkinder aus Drittstaaten (Projekt „Wort.SPIEL.Raum“) sowie für Kinder im Vorschulalter (Projekt „LisL“) durch. Derzeit unterstützt sie das FFG-Projekt „Entwicklung eines Qualitätssicherungssystems für schulische Lernsoftware“ (siehe oben).

Kontakt

Institut für Soziologie
Universitätsstraße 15/G4 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 3550
Fax:+43 (0)316 380 - 9515

Web:http://soziologie.uni-graz.at

Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Zusatzinformationen:


Ende dieses Seitenbereichs.