FSP 2: International vergleichende und historische Gesellschaftsanalyse

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Mitglieder: Anja Eder, Markus Hadler, Franz Höllinger (Sprecher), Dieter ReicherHannah Volk, (Sabine Haring-Mosbacher), (Johanna Muckenhuber), (Max Haller, em.)

 

Kurzbeschreibung: In diesem Forschungsschwerpunkt werden  Entstehung, Kontinuität und Wandel sozialer Handlungs- und Einstellungsmuster in interkulturell  vergleichender und historisch-soziologischer Perspektive untersucht. Damit wird ein zentraler Ansatz der soziologischen Klassiker Durkheim und Weber mit modernen Forschungsmethoden wieder aufgenommen. Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf zwei Bereiche und methodische Zugänge:

Im Rahmen der Beteiligung am International Social Survey Programme (ISSP) und an anderen internationalen Forschungskooperativen werden der Wandel von Einstellungen und Verhaltensweisen in zentralen Lebensbereichen (Arbeit, Familie und Geschlechtsrollen, soziale Netzwerke, Politik, Religion, Freizeit) sowie soziale Dynamiken in spezifischen sozialen Feldern (z.B. Wissenschafts- und Wirtschaftseliten) untersucht. Durch komplexe international vergleichende statistische Analysen von Surveydaten und anderen quantitativen Erhebungen können individuelle Verhaltensweisen und Einstellungen  auf unterschiedliche strukturelle, institutionelle und kulturelle Rahmenbedingungen zurückgeführt werden.

Im zweiten Bereich werden  aufbauend auf der Zivilisationstheorie Norbert Elias´ Prozesse des langfristigen Wandels von psychischen Dispositionen und Mentalitäten in Verbindung mit dem Wandel von gesellschaftlichen und institutionellen Strukturen in international vergleichender, aber auch diachroner Perspektive untersucht. Gegenstand der Analysen sind u.a. der nationale Habitus bestimmter Länder, die Bewältigung von Kriegserfahrungen sowie der Wandel des Nationalismus im Zeitalter der modernen Massenmedien. Gemeinsame methodologische Grundlage dieser Studien ist die Inhaltsanalyse von Primärtexten (Romane, Tagebücher, Internetforen u.dgl.), die einen Zugang zur emotionalen Befindlichkeit von Individuen in spezifischen Lebenskontexten ermöglichen. 

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Kontakt

Institut für Soziologie
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+43 (0)316 380 - 3550
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