Gesellschaftliche Polarisierung, schwindendes Vertrauen in Institutionen und Kämpfe um Deutungshoheit in digitalen Öffentlichkeiten prägen unsere Gegenwart. Die Rede von „Filterblasen“ und „Parallelrealitäten“ ist allgegenwärtig.
Karl Mannheim (1893–1947) hat diese Konstellation bereits früh mit bemerkenswerter Schärfe durchdacht.
Seine Analysen zur Standortgebundenheit des Wissens, zu Ideologie und Utopie, zur Rolle der Intellektuellen und zur Zukunft der Demokratie kreisen um eine hochaktuelle Frage: Wie ist rationale Verständigung möglich, wenn Weltanschauungen unversöhnlich aufeinanderprallen?
Die internationale Konferenz bringt Mannheims Werk mit den Debatten der Gegenwart ins Gespräch, von der Soziologie der Intellektuellen über Antisemitismus und Polarisierungsdynamiken bis zu Formen demokra-
tischer Imagination.
26.-27.11.2026
SZ 01.18, Universitätsplatz 3, 8010 Graz
Veranstalter Österreichische Akademie der Wissenschaften