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Perspektiven für bäuerliche Familien in Österreich

Projektleiter: a.o.Univ.-Prof. Dr. Franz Höllinger

Institut für Soziologie

Karl-Franzens-Universität Graz

Universitätsstraße 15,

8010 Graz, Steiermark, Österreich

franz.hoellinger(at)uni-graz.at

Homepage: hier

 

Projekt-Mitantragstellerin: Ass.-Prof. Dr. Sabine Haring

Projektteam

Anja Eder, MA

Eva-Maria Griesbacher MA

Ass.-Prof. Dr. Sabine Haring

Maria Maierhofer, MA

Mag. Bernd Promitzer

MMag. Katharina Thünauer

 

Forschungsgebiete

Allgemeine Sozialforschung (70%)
Familienforschung (10%)
Land- und Forstwirtschaft interdisziplinär (10%)
Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltiges Wirtschaften (10%)

 

Das Projekt wird vom Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (FWF) unter der Projekt Nummer: P26101 gefördert.

 

Bewilligungsdatum: 24.6.2013

Laufzeit: 1. Oktober 2013 – 30. September 2016

 

Beschreibung des Projekts

Bäuerliche Familienbetriebe stehen heute vor zwei großen Herausforderungen: Da die Agrarpreise aufgrund der technischen Entwicklung und der Globalisierung der Märkte sehr niedrig sind, können viele Bauern ihre materielle Existenz nur dann sichern, wenn sie neue Produktions- und Marketingkonzepte entwickeln. Zugleich ist es nötig, dass Bauern neue Modelle des Familienlebens finden, welche die Erfordernisse der bäuerlichen Familienwirtschaft mit den postmodernen Vorstellungen und Idealen von Partnerschaft, Familie und Freizeitleben miteinander in Einklang bringen. In diesem Forschungsprojekt soll daher untersucht werden, wie Bauern und Bäuerinnen ihre betriebliche und familiäre Situation wahrnehmen und bewerten und welche Ideen und Strategien sie entwickeln, um sowohl in wirtschaftlicher als auch in privater Hinsicht eine gute Lebensqualität zu erreichen. Da die Gestaltung und Organisation der bäuerlichen Produktion und die Entwicklung befriedigender Partner- und Familienbeziehungen miteinander in Verbindung stehen, soll auf die Interaktion zwischen diesen beiden Ebenen besonderes Augenmerk gelegt werden.

 

Im Zentrum unseres Interesses stehen folgende Themenbereiche:

 

  • die ökonomische Situation und Entwicklung des Hofes; geplante Innovationen, um die ökonomische Basis des Hofes zu sichern.
  • Beteiligung an bäuerlichen Kooperationen und regionalen Projekten;
  • Arbeitszufriedenheit und soziale Identität der befragten Bauern und Bäuerinnen;
  • familiäre Beziehungen und Arbeitsteilung zwischen Bauer und Bäuerin sowie zwischen Jung- und Altbauern;
  • soziale Beziehungen zwischen Eltern und Kindern und die Frage der Hofnachfolge;
  • Freizeitgestaltung und Teilnahme am sozialen Leben der ländlichen Gemeinde.

 

Diese Thematiken sollen mit einem Mix aus quantitativen und qualitativen Methoden untersucht werden. Im quantitativen Teil werden eine standardisierte Befragung von ca. 250 Bauern und Bäuerinnen sowie die Repräsentativbefragung des International Social Survey Programme (ISSP) 2012 zum Thema „Familie und Geschlechterrollen“ in Österreich durchgeführt. Da die beiden Fragebögen zum Teil identische Fragen enthalten, ist es möglich, die Einstellungen von Bauern zu Partnerschaft und Familie mit den entsprechenden Einstellungen anderer Bevölkerungsgruppen zu vergleichen. Der qualitative Teil besteht aus ca. 35 leitfadengestützten Interviews mit Bauern und Bäuerinnen. Um ein differenziertes Bild vom Familienleben und den intergenerationalen Konflikten und Spannungen am Hof zu gewinnen, möchten wir bei einem Teil der ausgewählten Familien auch Altbauern und Kinder der Hofbesitzer interviewen. In der Schlussphase des Projekts werden die Ergebnisse der empirischen Erhebungen in einem Expertenworkshop mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen politischer Interessenvertretungen, Bildung- und Beratungseinrichtungen für Bauern u.dgl. diskutiert und analysiert.  

 

Um die wissenschaftliche Qualität des Projektes zu erhöhen und die praktische Relevanz zu steigern, wurden folgende Personen/Institutionen als Kooperationspartner gewonnen:

 

  • Bei der Konzeptualisierung des Forschungsdesigns und der Operationalisierung der Erhebungsinstrumente wurde das Projektteam von folgenden Personen unterstützt:

    Dr. Georg Wiesinger, wissenschaftlicher Experte des Wiener Bundesinstituts für Bergbauernfragen (www.berggebiete.at);

    Eduard Ulreich, Mitbegründer und Leiter des Beratungsprojektes „Zwei Systeme – eine Welt. Zukunft für bäuerliche Familienbetriebe.“ (www.ulreich.info/documents/folder2systeme.pdf);

    Dr. Christine Goldberg, Autorin des Buchs „Postmoderne Frauen in traditionellen Welten. Zur Weiblichkeitskonstruktion von Bäuerinnen“.

  • Studierende der Hochschule für Agrar-und Umweltpädagogik in Wien (www.agrarumweltpaedagogik.ac.at) haben sich dankenswerter Weise bereit erklärt, unter der organisatorischen Leitung von Prof. DI Liane Kaipel an der Fragebogen-Erhebung mitzuwirken.
  • Durch die Erhebung des ISSP-Moduls 2012 „Familie und Geschlechterrollen“ in Österreich wird die langjährige Beteiligung des Instituts für Soziologie am International Social Survey Programme fortgesetzt.

 

--> Projektantrag

Kontakt

Institut für Soziologie
Universitätsstraße 15/G4 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 3550
Fax:+43 (0)316 380 - 9515

Web:http://soziologie.uni-graz.at

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